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D21-Digital-Index 2018/2019

German Angst statt Digital Workplace?

Flexibel sein, überall arbeiten können und alle Möglichkeiten der modernen digitalen Welt nutzen – so stellen wir uns den idealen Arbeitsplatz vor. Die Realität sieht hierzulande allerdings völlig anders aus, wie ein Blick auf den aktuellen D21-Digital-Index zeigt.

Smartphone, Tablet und Laptop sind längst unverzichtbarer Bestandteil unseres Alltags geworden. Wir organisieren damit unser komplettes Leben, von der WhatsApp-Gruppe im Kindergarten über die Rezeptsuche bei Chefkoch.de, bis hin zur Zipperlein-Diagnose mit "Dr. Google".

Wie sehr die Digitalisierung unser Leben durchdrungen hat, zeigt auch die aktuelle Ausgabe des D21-Digital-Index. Diese Studie wird jährlich vom größten gemeinnützigen Netzwerk für die Digitale Gesellschaft, D21, herausgegeben und beleuchtet umfassend die aktuelle Verbreitung und Akzeptanz digitaler Technologien und Lösungen. Laut dem Report surfen 83 Prozent aller Befragten mobil im Internet, bei den 14 bis 29-Jährigen sind es sogar 92 Prozent. Diese Mobilität soll im Idealfall auch am Arbeitsplatz zum Tragen kommen: 74 Prozent der Studienteilnehmer zeigen Interesse am Digital Workplace, der flexibles und ortsunabhängiges Arbeiten mit vernetzten Geräten ermöglicht.

Arbeitsplatz der Zukunft im Reality Check

Die Realität in deutschen Unternehmen ist leider eine andere: Lediglich 16 Prozent aller Erwerbstätigen können die Vorteile des digitalen Arbeitsplatzes bereits nutzen - im Vergleich zum Vorjahr ein unverändert niedriger Wert. Dazu kommt noch: Ein Drittel der deutschen Unternehmen entscheidet nicht systematisch, sondern rein situativ, ob jemand mobil arbeiten darf oder ein entsprechendes Endgerät erhält.

Selbst bei reinen Bürotätigkeiten, die sehr einfach zu flexibilisieren wären, gibt es keinen Fortschritt: Weniger als ein Drittel der Büroangestellten kann mobil, flexibel und ortsunabhängig arbeiten.

Die Digitalisierung ist in vielen Bereichen unseres Lebens angekommen - doch ausgerechnet die Arbeitswelt, die das Gro unserer Zeit beansprucht, hinkt dieser Entwicklung hinterher.
Die Digitalisierung ist in vielen Bereichen unseres Lebens angekommen - doch ausgerechnet die Arbeitswelt, die das Gro unserer Zeit beansprucht, hinkt dieser Entwicklung hinterher.
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"Die Diskrepanz zwischen privater und beruflicher Nutzung von Geräten und Anwendungen wächst. Unternehmen und die öffentliche Verwaltung sind deswegen gefordert, Arbeitsplätze mit aktuellen Technologien auszustatten, damit sich Mitarbeiter im Berufsalltag digitales Knowhow aneignen oder privat gelerntes anwenden können", kommentiert Oliver Schorer, Mitglied des Vorstands und Chief Information Officer beim Technologie-Management-Spezialisten und langjährigen Partner der D21-Studie, CHG-MERIDIAN.

Digital Workplace nachhaltig verankern

Jeder Mitarbeiterkann zur digitalen Transformation im Unternehmen aktiv beitragen. Dabei bieten sich viele Möglichkeiten: Holen Sie Best-Practice-Beispiele ein und prüfen Sie insbesondere, welcher Aufwand nötig ist, um die Digitalisierungs-Ziele in Ihrem Unternehmen zu erreichen. Dazu sollten Sie sich auch vergegenwärtigen, welche Soft- und Hardware bereits zu diesen Zwecken zum Einsatz kommt und in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht.

Gute Argumente für den Arbeitsplatz der Zukunft finden Sie darüber hinaus in der D21-Studie: Mitarbeitermotivation und -produktivität steigen demnach mit dem Digital Workplace um bis zu 25 Prozent an. Auch auf die Mitarbeiterbindung wirkt es sich positiv aus, wenn der Wunsch nach modernen, digitalen Arbeitsmitteln und das Bedürfnis nach mehr Flexibilität erfüllt werden.

Viele mittelständische und große Unternehmen stellt die Einrichtung und Verwaltung digitaler Arbeitsplätze vor Herausforderungen. Weisen Sie die Verantwortlichen auf die Service-Angebote spezialisierter IT-Dienstleister wie CHG-MERIDIAN hin, die bei der Erstellung und Umsetzung eines individuellen Nutzungskonzepts unterstützen. Von der Beschaffung der Endgeräte über deren Rollout, Betrieb und Versicherung bis hin zum Nutzungsende und dem Rollback der Infrastruktur werden alle Phasen des IT Lifecycles abgedeckt. Das Technologie- und Service-Management-System TESMA® unterstützt den Anwender bei allen Prozessschritten, bündelt kaufmännische als auch technische Daten und erleichtert ein effizientes Controlling. Dank der zertifizierten Datenlöschung am Ende der Nutzungsperiode können gebrauchte IT-Geräte ruhigen Gewissens auf dem Zweitmarkt wiederverkauft werden.

Die Digitalisierung ist in vielen Bereichen unseres Lebens angekommen - doch ausgerechnet die Arbeitswelt, die das Gro unserer Zeit beansprucht, hinkt dieser Entwicklung hinterher. Dabei ist ein mobiler und flexibler Arbeitsplatz nicht nur eine nette Geste, um den Wünschen der Mitarbeiter entgegenzukommen - der Digital Workplace sorgt auch für wesentlich mehr Produktivität, Zufriedenheit und dient nicht zuletzt als Mittel zur Mitarbeiterbindung. Angesichts der rasanten Entwicklungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, wird er künftig zur absoluten Notwendigkeit werden.

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